Die IG-BCE-Branchen

Bergbau, Chemie und Energie – nach diesen Branchen ist unsere Gewerkschaft benannt. Unsere Mitglieder sind aber noch in ganz anderen Branchen tätig: Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoff, Leder, Papier oder Sanierung. Wir erzählen dir, wo wir überall tätig sind.

Unsere Branchen
Foto: © Andreas Reeg

Bergbau, Chemie, Energie

Firstanker Bohrwagen
Foto: © K+S-Gruppe
 Bergbau

Bergbau in Deutschland wird oft mit dem Thema Steinkohle verbunden, deren Förderung in der Bundesrepublik allerdings - gegen den Willen der IG BCE - 2018 ausgelaufen ist. Von hoher Bedeutung bleibt die Förderung der heimischen Braunkohle. Sie ist einer der Haupt-Energielieferanten des Industriestandorts Deutschland. Wichtig ist auch noch die Förderung von Kali- und Steinsalz sowie der weitere Nichtkohlenbergbau, der in Zeiten knapper Rohstoffe wieder an Stellenwert gewinnt.

Abfüllstation
Foto: © Bayer HealthCare AG
Chemie und Pharma

Deutschland ist der mit Abstand stärkste Chemiestandort in Europa und einer der größten Chemieproduzenten der Welt: In der deutschen Chemieindustrie sind mehr als 320.000 Beschäftigte in über 1.000 Unternehmen tätig. Auch die deutsche Pharmaindustrie ist wegen ihrer Innovationskraft und Wertschöpfung eine zentrale Säule der deutschen Wirtschaft. Sie bietet mehr als 110.000 hoch qualifizierten Beschäftigten sichere Arbeitsplätze.

Umspannwerk
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Energie

Die deutsche Energiewirtschaft ist eine Branche mit Zukunft. Denn ohne Energie keine Industrie – aber welche wird es künftig sein? In dieser Branche arbeiten etwa 120.000 Beschäftigte, die den Strom für Unternehmen und Privathaushalte liefern. Braunkohle bleibt als Brückentechnologie wichtig. Doch womit wird zukünftig Strom erzeugt? Mit Gas, Wind, Sonne, Biogas oder womöglich mithilfe der Photosynthese? Was sind die Chancen, was die Risiken der Branche?

Glas und Kautschuk

Für feine Düfte: Flacon-Produktion bei Gerresheimer im Frankenwald.
Foto: © Werner Bachmeier
Glasindustrie

In keinem anderen Land Europas gibt es so viele Glas produzierende Betriebe wie in Deutschland: Die 274 Werke der deutschen Glasindustrie zählen etwa 51.000 Beschäftigte und erzielten 2018 einen Gesamtumsatz mit Glas und Glaswaren von rund 9,4 Milliarden Euro. Die Produktion umfasst Flachglaserzeugung, Flachglasveredelung und -bearbeitung, Spezialglas und technische Gläser, Glasfaserherstellung sowie Hohlglas (Behälter-, Kristall- und Wirtschaftsglas).

Arbeitsplatz bei Conti
Foto: © Dirk Kirchberg
Kautschukindustrie

In der Kautschukindustrie Deutschlands arbeiteten 2018 rund 71.000 Beschäftigte. Davon waren etwa 19.000 Mitarbeiter in der Reifenherstellung und -runderneuerung tätig, knapp 50.000 Beschäftigte im Bereich technische Elastomerprodukte. Letztere stellen technische Gummiwaren wie Profile, Dichtungen, Riemen, Transportbänder, Schläuche mit Metallgummibindungen und medizinische oder sanitäre Gummiprodukte her.

Keramik und Kunstoff

Porzellanmalerei
Foto: © KPM, Berlin
Keramische Industrie

Die keramische Industrie beschäftigt bundesweit 43.600 Menschen in mehr als 260 Unternehmen. Die Bandbreite der Produkte reicht von Zement über Ziegel bis zur Sanitärkeramik und feinstem Porzellan. Technische Keramik kommt in der Elektro- oder der Autoindustrie zum Einsatz. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten zuletzt besonders stark an.

Steckdose für elektrische Autos.
Foto: © iStockphoto / RuslanDashinsky
Kunststoff-industrie

Kunststoffe gehören zu unserem Alltag: PC, Mobiltelefone, Fußballschuhe, Autos oder Mountainbikes gäbe es nicht ohne diesen Werkstoff. Aber auch die Luft- und Raumfahrttechnik oder die Medizintechnik profitieren davon und der Bedarf steigt. Die deutsche Kunststoff verarbeitende Industrie beschäftigt heute rund 290.000 Menschen in etwa 1.700 Unternehmen. Mit einem Branchenumsatz von über 58,7 Milliarden Euro liegt Deutschland weltweit an dritter Stelle.

Leder und Mineralöl

PKW-Lederausstattung
Foto: © iStock/Tramino
Lederindustrie

Leder ist ein stark nachgefragtes Naturprodukt, ob im Auto, bei Bekleidung und Schuhen, bei Taschen oder bei Möbeln. Zur deutschen Lederindustrie gehören die Schuhindustrie, Lederwaren- und Kofferindustrie sowie die Gerbereien. Insgesamt rund 19.000 Menschen arbeiten in den etwa 65 Unternehmen. Im Jahr 2018 betrug der Branchenumsatz 3,6 Milliarden Euro.

Öfen der Olefin III Anlage im Werk Gelsenkirchen Scholven
Foto: © BP Europa SE
Mineralöl

Mineralöl ist nach wie vor der wichtigste Energieträger in Deutschland. Gut 17.500 Menschen sind hier zu Lande mit der Förderung und Verarbeitung von Rohöl  beschäftigt. Zwei Drittel der flüssigen Energieträger und Rohstoffe gehen in den Verkehr, etwa 22 Prozent werden stofflich zum Beispiel in der Chemie und 17 Prozent für die Erzeugung von Wärme genutzt.

Papier und Sanierung

branchen-papier
Foto: © IG BCE / Colourbox.de
Papier- und Zellstofferzeugung

Die deutsche Papierindustrie beschäftigt fast 40.000 Menschen in mehr als 150 Unternehmen. Sie ist führend in Europa und Nummer vier in der Welt. Gut 60 Prozent der Waren gehen in den Export. Verpackungen und grafische Papiere machen bis heute den Löwenanteil des Geschäfts aus, aber auch Hygieneartikel und selbst Hightech-Komponenten für die Autoindustrie hat die Branche im Angebot. Zu mehr als drei Vierteln decken die Unternehmen ihren Bedarf heute aus Altpapier.

Peter Radke, LMBV
Foto: © Ilse See
Sanierung und Entsorgung

Die systematische Wiederverwertung von Stoffen und die nachhaltige, umweltgerechte Entsorgung von Altlasten spielen eine wachsende Rolle in der Gesellschaft. Seit der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes liegt dabei ein Schwerpunkt der Diskussion auf der Rolle der privaten Abfallentsorgung. In direkter Verbindung zur Energie- und Rohstoffpolitik steht die Beseitigung nuklearer Abfälle.

Tarife nach Branchen

Was haben wir in den einzelnen Industrien für dich erreicht? Ein Überblick.