Aktuelle Forderungen, Abschlüsse und weitere Infos 

Wo wir für dich verhandeln

Von Chemie über Glas bis Papier - wir verhandeln für dich Tarifverträge in unseren Branchen. Bundesweit führen wir auch vor Ort Verhandlungen mit einzelnen Arbeitgebern.  

Die IG BCE zeigt Flagge
Foto: © Christian Burkert
TARIFRUNDEN SCHRITT FÜR SCHRITT
Reifen
Foto: © M. Siegmund - Fotolia.com
Kautschuk-Tarifrunde

Gutes Gesamtpaket geschnürt: In der zweiten Verhandlung haben sich IG BCE und Arbeitgeber auf einen Abschluss geeinigt

Chemie-Tarifrunde 2022: Wir plus X
Foto: © iStock
Chemie-Tarifrunde

Die IGBCE stellt die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ins Zentrum der bevorstehenden Tarifrunde der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

Feinkeramik
Foto: © Colourbox/ Markus J. Feger
Tarifrunde Feinkeramik

Nach einem mehr als 12-stündigen Verhandlungsmarathon in der zweiten Runde haben sich IG BCE und die Arbeitgeber der Feinkeramischen Industrie (West) am späten Mittwochabend in Kassel auf einen Tarifabschluss geeinigt.

Papier-Tarifrunde

IG BCE und Arbeitgeber haben einen Tarifabschluss erzielt. Dieser bringt den 40.000 Papier-Beschäftigten 2,3 Prozent mehr Entgelt und einen Corona-Bonus.

AVEU-Tarifrunde

Tarifverhandlungen in der ostdeutschen Energiewirtschaft ergebnislos vertagt: In der ersten Verhandlungsrunde konnten sich die IG BCE und ver.di mit dem Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V. (AVEU) auf keinen Abschluss einigen.

Kohle-Kompromiss

Deutschland verabschiedet sich nach und nach aus der Kohleverstromung. Dass niemand ins Bergfreie fällt, hat die IG BCE in der Politik bereits durchgesetzt. Jetzt haben wir auch die Unternehmen in die Pflicht genommen und mit ihnen Tarifverträge vereinbart, die die Beschäftigten absichern. 

TARIFRUNDEN AUF EINEN BLICK


Glasherstellung
Foto: © Michael Bader
Saint Gobain Glass und Sekurit
Abschluss erzielt!

"Die IGBCE-Tarifkommission hat sich mit dem Bundesarbeitgeberverband Glas+Solar e.V. auf einen soliden Tarifabschluss geeinigt", so der IGBCE-Verhandlungsführer Markus Kraft. Trotz der unbefriedigenden Situation in der Automobil-Industrie konnte die IGBCE-Tarifkommission Einkommenssteigerungen vereinbaren. Bei einer Gesamtlaufzeit von 15 Monaten, hat sie für die insgesamt 1900 Beschäftigten Folgendes durchgesetzt:

  • 500 Euro Corona-Bonus im Dezember (Auszubildende erhalten 250 Euro)
  • Bereich Glass und ZN (Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland): stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent ab 1. Februar 2022 und 1. September 2022
  • Bereich Sekurit: stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent ab 1. Juni 2022 und 1.  Januar 2023
Braunkohle
Foto: © Frank Rogner
Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag)
Forderung beschlossen

Die IGBCE-Tarifkommission hat die Tarifforderung für die 2700 Beschäftigten in der Förderung und Verarbeitung von Braunkohle bei der Mibrag beschlossen. Die IGBCE-Mitglieder erwarten zu Recht ein deutliches Vergütungssignal. Nullrunden und eine hohe Inflationsrate rechtfertigen eine solide Erhöhung in dem beschlossenen Maße. Die Tarifkommission fordert in der kommende Tarifrunde:

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro
  • Laufzeit: 12 Monat
  • Der bezahlte Freistellungstag für IGBCE-Mitglieder soll dauerhaft festgeschrieben werden
Hausfassade Haus
Foto: © IG BCE/ colourbox.de
Wohnungsanbieter Vivawest
Tarifabschluss - Prämientopf

Vivawest ist einer der größten Wohnungsanbieter in Nordrhein-Westfalen. Bereits in den Tarifverhandlungen 2015 war ein Leistungsvergütungssystem Thema. Damals beinhaltete der Abschluss einen Prozentpunkt, der bis zur Verabredung eines entsprechenden Leistungsvergütungssystems bis heute in die Unternehmensvariable gepackt wurde. Aus diesem Prozentpunkt zuzüglich des wertgleichen Anteils des Arbeitgebers speist sich nun ein Prämientopf, auf den sich die Tarifvertragsparteien im letzten Tarifabschluss verständigt haben. Seit Anfang des Jahres sind die Betriebsparteien dabei, ein System zur Auszahlung des Prämientopfes zu finden. Bis jetzt sind sie zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis gekommen.  Die Tarifkommission der IGBCE hat sich für die ca. 2.000 Beschäftigten auf Folgendes mit dem Arbeitgeber verständigt:

  • Nun wurde mit dem Arbeitgeber verbindlich vereinbart, bis Ende Februar 2022 ein System zu vereinbaren
  • einhergehend damit wird der Prämientopf aus 2021 spätestens im März für alle relativ zur ihrer Eingruppierung ausgeschüttet
  • neues System geht ab 2022 für zunächst drei Jahre in Erprobung
Glasproduktion
Foto: © Andreas Reeg
Glasindustrie Ost
5 Prozent mehr gefordert

Auf ihrer Sitzung in Leipzig hat die Tarifkommission Glas Ost die Forderungen für die Tarifrunde 2021 beschlossen. Im Tarifbereich Glas Ost sind rund 3000 Arbeitnehmer*innen beschäftigt. Für sie will die Kommission in der kommenden Tarifrunde durchsetzen:

  • 5 Prozent Entgelterhöhung
  • Laufzeit: 12 Monate
  • 10 Euro Urlaubsgelderhöhung pro Urlaubstag für Mitglieder der IGBCE
EEW
Foto: © Christian Burkert
Energy from Waste (EEW)
Forderung beschlossen

Bei EEW erzeugen die 1.150 Mitarbeiter*innen Energie aus Abfall. Die Tarifkommission hat auf einer virtuellen Sitzung folgende Forderungen für die nächste Tarifrunde beschlossen: 

  • Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent
  • unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auf 1000 Euro im ersten Ausbildungsjahr
Fotoentwicklung
Foto: © Cewe
Fotoentwicklung
Tarifforderung beschlossen

Für die bundesweit mehr als 2.000 Beschäftigten in der industriellen Fotoentwicklung - die Fotofinisher -  hat die Tarifkommission der IGBCE die Forderung für die kommende Tarifrunde beschlossen. Die Beschäftigten sind im Druck von Fotobüchern, Fotokalendern und anderen individuellen Fotoprodukten unter anderem bei Cewe und Fuji tätig. Für sie fordert die Tarifkommission:

  • 5,8 Prozent Tariferhöhung, mindestens 150 Euro
  • 12 Monate Laufzeit
  • 24./31. Dezember frei – nur für Gewerkschaftsmitglieder
Wismut Löbichau
Foto: © iStockphoto.com/torstengrieger
Wismut
Abschluss erzielt

Die Hauptaufgabe des Unternehmens Wismut mit 1000 Beschäftigten besteht in der Sanierung und Rekultivierung der Hinterlassenschaften des Wismut-Bergbaus. Die Tarifkommission der IG BCE hat sich mit der Arbeitgeberseite auf folgendes Ergebnis geeinigt:

  • Corona-Bonus in Höhe von 300 bis 800 Euro
  • ab 1. Januar 2022: 1,8 Prozent Tariferhöhung
  • Laufzeit des Tarifvertrages: bis zum 31. Oktober 2022
Dämmstoff
Foto: © kzenon/istockphoto
St. Gobain
Tarifforderung beschlossen

Die gemeinsame Tarifkommission von IG BAU und IG BCE hat die Forderung für die kommende Tarifrunde bei dem Dämmstoffhersteller St. Gobain Weber  haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber geeinigt. Für die 1.000 Beschäftigten haben IG BCE und IG BAU folgendes durchgesetzt: 

  • deutlich wertschätzende Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen
  • Laufzeit des Tarifvertrags: nicht länger als zwölf Monate
Kalksteinbruch
Foto: © depositphotos/ pisces2386
Kalk- und Dolomitindustrie
Verhandlungen unterbrochen - ziel noch nicht erreicht

In der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Kalk- und Dolomitindustrie Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Werk Rüdersdorf in Hannover konnte noch keine abschließende Einigung erreicht werden. Die Verhandlungen gehen im Dezember weiter. Das letzte Angebot der Arbeitgeber lehnte die IGBC-Tarifkommission als unzureichend ab. Es lautete: 

  • 2,6 Prozent für 12 Monate
  • und 2,4 Prozent für weitere 12 Monate
  • 200 Euro Corona-Beihilfe
Labor Chemie
Foto: © Neznam/ Colourbox
Synlab Leverkusen
Abschluss bringt Mitgliedervorteil

Tarifabschluss beim Medizinischen Versorgungszentrum Synlab Leverkusen nach drei Verhandlungsrunden: Alle IG-BCE-Mitglieder (Eintritt bis 31. Oktober 2021) erhalten diesen Dezember einen Mitgliedervorteil in Höhe von bis zu 670 Euro:

  • IG-BCE-Mitgliedervorteil: 670 Euro
  • Entgelterhöhung: 2,5 Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2021 und 600 Euro Einmalzahlung im Oktober 2021
  • 2022: Urlaubsgeld 14 Euro pro Tag, ab 2023: 16 Euro pro Tag
Gips Knauf
Foto: © Michael Bader
OSTDEUTSCHE GIPSINDUSTRIE
Tarifforderungen beschlossen

Die Aufgaben in der ostdeutschen Gipsindustrie sind das Verarbeiten und Verkaufen von Gips. Dort sind rund 500 Mitarbeiter*innen beschäftigt, unter anderem bei den Unternehmen Knauf und Siniat. Die Tarifkommission der IG BCE hat am 29. September die Forderung für die Tarifrunde 2022 beschlossen:

  • eine Laufzeit von 12 Monaten
  • eine Tariferhöhung um 5,8 Prozent für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende
  • die Bildung einer Arbeitsgruppe zum Thema: Modernisierung des Lohn- und Gehaltstarifvertrages
Flachglas
Foto: © Michael Bader
Flachglasveredlung- und verarbeitungsindustrie
Corona-Bonus und Tabellenerhöhung durchgesetzt

Für die Beschäftigten in der Flachglasveredlungs und -verarbeitungsindustrie hat die IG-BCE-Tarifkommission in der diesjährigen Tarifrunde ein deutliches Plus herausgeholt. Die Auszubildenden profitieren überproportional: 

  • Vergütungen steigen ab dem 1. Oktober 2021 um 2 Prozent und ab dem 1. Mai 2022 um 0,5 Prozent
  • Oktober 2021: Vollzeitbeschäftigten erhalten Corona-Bonus in Höhe von 200 Euro (Auszubildende bekommen 100 Euro)
  • Januar 2022: Vollzeitbeschäftigte erhalten Corona-Bonus in Höhe 250 Euro (für Auszubildende gibt es 125 Euro)
Auszubildende in der Chemie
Foto: © iStock/nd3000
Chemieunternehmen Schirm
Forderungen durchgesetzt

Das Unternehmen Schirm ist ein Produktionsdienstleister und Lohnfertiger für die chemische und verwandte Industrien und beschäftigt deutschlandweit etwa 800 Arbeitnehmer*innen. Die IG-BCE-Tarifkommission hat für sie folgende Forderungen durchgesetzt:

  • Corona-Boni im September 2021 (in Höhe von 400 Euro) und im November 2021 (Arbeitnehmende an den Standorten Baar-Ebenhausen, Lübeck und Schönebeck erhalten 400 Euro, Arbeitnehmende am Standort Wolfenbüttel 200 Euro)
  • Einführung von Weihnachtsgeld für alle Arbeitnehmenden an den Standorten Baar-Ebenhausen, Lübeck und Schönebeck
  • Corona-Bonus im September 2021 für Auszubildende in Höhe von 150 Euro und Einführung von Weihnachtsgeld für Auszubildende ab 2021 in Höhe von 50 Prozent der Ausbildungsvergütung
Folien
Foto: © iStockphoto.com/MagicDreamer
Obermaterialien-Hersteller Surteco
Tarifverträge modenisieren!

Surteco, der Hersteller von Oberflächenmaterialien auf Papier- und Kunststoffbasis, hat an seinen drei Standorten im Augsburger, Duisburger und Münsteraner Raum rund 1.300 Beschäftigte. Die Tarifkommission hat beschlossen, die Arbeitgeberseite aufzufordern, die Tarifverträge an wesentlichen Stellen zu modernisieren und anzupassen. Die Verhandlungen starten im Oktober. Für Mitglieder der IG BCE geht es vor allem um:

  • Arbeitszeit: Ziel ist die 36-Stunden-Woche
  • Eindämmung der sachgrundlosen Befristung
  • Zusatzurlaub für Schichtarbeitnehmer*innen
Erdölindustrie
Foto: © ssuaphoto/ istockphoto
Erdölunternehmen MB Well Services
Forderung aufgestellt

Die Tarifkommission der IG BCE hat für die Tarifrunde 2022 bei dem Erdölunternehmen MB Well Services die Forderung beschlossen. Die MB Well Services ist ein Zusammenschluss der Erdöl-Erdgas Workover und der Koller Workover & Drilling mit Hauptsitz in Salzwedel. Die Tarifforderung orientiert sich an der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Tarifkommission fordert für die 340 Beschäftigten:

  • 5,8 Prozent Tariferhöhung
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Tarifvertrag Demografie/ Altersteilzeit
Chemielabor
Foto: © depositphotos/ angellodeco
Pharmaunternehmen Octapharma
Mehr Entgelt, mehr Urlaubsgeld und eine Corona-Prämie

Einigung bei dem Pharmaunternehmen Octapharma nach Verhandlungsmarathon: In der zweiten Verhandlungsrunde haben sich IG BCE und Arbeitgeber auf einen Abschluss für die 500 Beschäftigten am Produktionsstandort im niedersächsischen Springe geeinigt. "Forderungen der Arbeitgeber, die die Arbeitsbedingungen verschlechtert hätten, konnten wir erfolgreich abwehren, " betont IG-BCE-Verhandlungsführerin Lina Ohltmann. Besonders stark sind die Verbesserungen für die Auszubildenden. Ihre Vergütungen steigen auf  1000 Euro im ersten und auf 1150 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Auf folgenden Abschluss mit einer Laufzeit von zwölf Monaten haben sich die beiden Seiten geeinigt: 

  • Erhöhung der Tarifentgelte (um 2,75 Prozent, mindestens um 85 Euro ab 1. Juli 2021), Ausbildungsvergütungen steigen überproportional
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes bis 2025 auf 900 Euro in mehreren Stufen
  • Corona-Prämie in Höhe von 180 Euro
RAG
Foto: © Thomas Limberg
RAG
Neues Tarifwerk steht

Der Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau und die IG BCE haben das Tarifwerk „Steinkohle Nachbergbau“ unterzeichnet. Damit wird fast drei Jahre nach Einstellung der Steinkohlenförderung in Deutschland die Tarifwelt in die Nachbergbauzeit überführt und die Zukunft der RAG Aktiengesellschaft mitgestaltet. Die RAG Aktiengesellschaft bündelt nach dem Auslauf des aktiven deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 sämtliche Aktivitäten der Ewigkeitsaufgaben. Für die knapp 500 Beschäftigten haben sich beide Seiten auf folgende Punkte geeinigt:

  • variable Vergütung, die bis 2024 einen Einkommenszuwachs von 5 Prozent garantiert
  • Entgeltbaustein Vorsorge in Höhe von jährlich 750 Euro, den die Beschäftigten in eigener Initiative und Verantwortung zur privaten Vorsorge nutzen sollen
  • flexible Arbeitsbedingungen: Einführung moderner Zeitwertkonten, Beschäftigten können ihre Arbeitszeit flexibel gestalten
Hohlglas (1)
Hohlglasverarbeitung und -veredlung
2,5 Prozent Entgeltplus und 450 Euro Corona-Boni

Rund 1700 Beschäftigten fallen in den Tarifbereich der Verarbeitung und Veredlung von Hohlglas, also zum von Beispiel Getränkeflaschen, Konservengläsern, Impfampullen oder Glasleuchten. In der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Tarifkommission der IG BCE und der Arbeitgeberverband Glas + Solar auf einen Abschluss für diese Beschäftigten geeinigt: 

  • Entgelte steigen stufenweise um insgesamt 2,5 Prozent
  • zwei Corona-Boni in Höhe von insgesamt 450 Euro
  • Laufzeit: 15 Monate, bis zum 31. Oktober 2022
BP Europa SE
Foto: © BP Europa SE
Mineralöl- und Energieunternehmen BP
Tarifabschluss erzielt

Bei dem Mineralöl- und Energieunternehmen BP haben sich IG BCE und Arbeitgeber für die 1800 Beschäftigten in den Geschäftsbereichen "Fuels Marketing" und "Lubes Marketing" auf einen Abschluss geeinigt: 

  • Einmalzahlung und stufenweise insgesamt 3,4 Prozent Tariferhöhung
  • 1 Jahr garantierte Übernahme der Auszubildenden bis 30. Juni 2023
  • Laufzeit bis zum 30. Juni 2023


Chemikerin
Foto: © Srebrina Yaneva, iStockphoto
SGS Analytics Germany
Tarif gibt Sicherheit und Vorteile

In der dritten Gesprächsrunde mit dem Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsunternehmen SGS Analytics haben sich die Arbeitgeberseite und die  IG-BCE-Tarifkommission geeinigt. Nach der turbulenten Ankündigung von SGS bezüglich einer Restrukturierung ist es der IG BCE gelungen, etwas Klarheit und Sicherheit zu schaffen. Auch wenn einige Standorte geschlossen werden sollen, ist die Möglichkeit des Anspruchs auf betriebsbedingte Kündigungen auf 90 Arbeitnehmer*innen begrenzt. Bislang sprach de Arbeitgeber von bis zu 200. Für die insgesamt 730 Beschäftigten hat die IG BCE außerdem durchgesetzt: 

  • steuerfreier Corona-Bonus in Höhe von 150 Euro (IG-BCE-Mitglieder erhalten 450 Euro)
  • Vergütungen steigen zum 1. Oktober 2022 und 2023 um jeweils 2 Prozent
  • Laufzeit: bis zum 30. Juni 2024
Glasindustrie Hohlglas
Foto: © Michael Bader
Hohlglaserzeugungsindustrie
Deutliches Plus für Beschäftigte vereinbart

Abschluss bei den gemeinsamen Tarifverhandlungen der Landesgruppe Rhein-Weser, Ardagh, Heye International und UniMould! Verhandelt wurde dort für Beschäftigte, die in der Erzeugung von Hohlglas, also von Glasbehältern, tätig sind. Folgende Punkte hat die IG BCE mit dem Bundesarbeitgeberverband Glas & Solar für sie vereinbart:

  • Entgelte steigen stufenweise um insgesamt 2,5 Prozent, Ausbildungsvergütungen überproportional
  • stufenweiser steuerfreier Corona-Bonus in Höhe von insgesamt 450 Euro (225 Euro für Auszubildende)
  • Laufzeit des Tarifvertrags: 16 Monate
Erdgas
Foto: © Christian Burkert
Gasversorgungsunternehmen Storengy
Abschluss bringt Beschäftigten mehr Geld

150 Beschäftigte sind an den deutschlandweit sechs Speicher- und zwei Verwaltungs- bzw. Wartungsstandorten des Erdgasspeicherbetreibers Storengy tätig. Für sie hat sich die IG-BCE-Tarifkommission auf einen Tarifabschluss geeinigt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 29. Februar 2024: 

  • ab 1. September 2021: 2,3 Prozent mehr Entgelt
  • 700 Euro Corona-Bonus, zahlbar im September 2021
  • ab 1. Dezember 2022:  Vergütungen steigen um 110 Euro 
Glasindustrie
Foto: © Frank Rogner
Behälterglashersteller Verallia
Einigung erzielt

Nach einem extrem harten Ringen endlich eine Einigung: In der vierten Verhandlungsrunde haben sich gestern die IG BCE und der Arbeitgeberverband Glas und Solar auf einen Abschluss geeinigt. IG-BCE-Verhandlungsführer Markus Kraft betont: „Ohne die Unterstützung der IG-BCE-Mitglieder und ihrer Tarifaktionen hätte die Tarifkommission dieses gute Ergebnis nicht vereinbaren können.“ An mehreren Standorten hatten die Beschäftigten protestiert, um einen fairen Tarifabschluss durchzusetzen. Für die deutschlandweit 1.900 Beschäftigten des Behälterglasherstellers hat die Tarifkommission unter anderem Folgendes durchgesetzt:


  • Juni 2021 und Februar 2022: insgesamt 800 Euro Corona-Bonus für alle Arbeitnehmer*innen (400 Euro Corona-Bonus für Auszubildende und dual Studierende)
  • ab Juli 2021 und ab Juli 2022: Entgelte steigen in zwei Stufen um insgesamt 3,9 Prozent
  • ab September 2021: Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende erhöhen sich überproportional
BVEG (1)
Foto: © Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V.
Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie
Deutliche Tariferhöhung gefordert

Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) vertritt als Wirtschaftsverband deutsche Erdgas- und Erdölförderunternehmen der für sie tätigen Dienstleistungs- und Zulieferfirmen sowie der Betreiber von Untergrundspeichern. Für die Beschäftigten im Bereich Transport hat die IG-BCE-Tarifkommission folgende Forderung beschlossen:

  • eine Tariferhöhung, die deutlich über der Inflationsrate liegt
  • eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten
Kalksteinbruch
Foto: © depositphotos/ pisces2386
Kalk- und Dolomitindustrie
vergütungen steigen um 4,6 Prozent

Tarifabschluss in der rechtsrheinischen und westfälischen Kalk- und Dolomitindustrie: Die gemeinsame Tarifkommission von IG BCE und IG BAU hat bei den Verhandlungen in Wuppertal eine deutliche Steigerung der Vergütungen durchgesetzt. IG-BCE-Verhandlungsführer Bernd Stahl: „Wir haben für die Beschäftigten ein sehr gutes Ergebnis durchgesetzt. Sie haben in den vergangenen Monaten viel geleistet und hohes Engagement gezeigt. Sie verdienen es, mehr Geld in der Tasche zu haben und am Gewinn der Unternehmen teilzuhaben.“ In der Kalk- und Dolomitindustrie in Nordrhein-Westfalen arbeiten einige hundert Beschäftigte. Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist Rheinkalk, ein Hersteller von Kalk- und Dolomit-Erzeugnissen, mit einem großen Werk in Hönnetal.

  • zweistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 4,6 Prozent (2,3 Prozent ab dem 1. Juli 2021 und 2,3 Prozent ab dem 1. Juni 2022)
  • Corona-Beihilfe in Höhe von 150 Euro (netto)
  • Laufzeit des Tarifvertrags: 24 Monate (erstmals kündbar zum 30. April 2023)


Erdgasspeicher Wingas Astora
Foto: © astora.de
Wingas - Astora
Ergebnis in erster Runde

Das Unternehmen Wingas und die Tocherfirma Astora sind in der Speicherung und im Handel von Erdgas tätig. Schon den Auftakt der Tarifrunde haben IG-BCE-Tarifkommission und Arbeitgeber für einen guten Abschluss genutzt. Nach mehrstündigen Gesprächen haben sie sich auf ein Ergebnis für die rund 350 Beschäftigten geeinigt:

  • Entgelte steigen zum 1.März um 1,8 Prozent, Ausbildungsvergütungen steigen überproportional
  • IG-BCE-Mitglieder erhalten jährlich zwei Freistellungstage für Mitgliedsangebote der IG BCE
  • Vergütungstabelle ist zum 28. Februar 2022 kündbar
Kunststoffproduktion
Foto: © Frank Rogner
Kunststoffindustrie Bayern
Ergebnis erzielt

Abschluss nach zähen und harten Gesprächen: Die diesjährigen Tarifverhandlungen für die bayernweit 18.000 Beschäftigten in der Kunststoffindustrie Bayern sind gestern Abend zu Ende gegangen.  Arbeitgeberseite und Tarifkommission der IG BCE einigten sich in der dritten Verhandlungsrunde auf eine 16-monatige Gesamtlaufzeit und folgende Punkte:

  • 500 Euro Corona-Prämie (150 Euro für Auszubildende)
  • ab 1.8.21: Tariferhöhung um 1,5 Prozent
  • ab 1.8.21: Ausbildungsvergütungen steigen um 25 Euro
WISAG NL Waltershausen 2
Foto: © Peggy Walenzko
Dienstleistungskonzern WISAG
Nach Monaten auf Tarifvertrag geeinigt

Etwa ein Jahr galt für die deutschlandweit 10.000 Beschäftigten kein Lohn-Tarifvertrag. Denn so lange verhandelten IG Metall, IG BAU und IG BCE als Tarifgemeinschaft mit dem Dienstleistungskonzern. Wegen der stockenden Verhandlungen machten die Beschäftigten ihrem Ärger mit Aktionen Luft (siehe Foto). Nun gibt es endlich eine Einigung! Die WISAG Produktionsservice unterstützt Unternehmen in der Produktion, in der Instandhaltung und der Industriemontage. Die Beschäftigten übernehmen beispielsweise Aufgaben in der technischen Reinigung, in der Produktionslogistik oder in der Komponentenfertigung. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf Folgendes geeinigt:

  • Entgelterhöhung in Höhe von 2 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2021
  • Laufzeit des Tarifvertrages: 12 Monate
Glasfassaden
Foto: © iStockphoto.com/olaser
Glashersteller Pilkington
Zweite Schlichtung bringt Einigung

IG BCE und der Glashersteller Pilkington haben sich beim zweiten Schlichtungstermin auf einen Tarifabschluss für die 2700 Beschäftigten geeinigt. Die Arbeitgeberseite hatte bei der zweiten Verhandlung das Scheitern der freien Tarifverhandlungen erklärt und die Schlichtungsgespräche in erster Instanz beendet. Doch wir haben uns davon nicht beirren lassen und weitere Verhandlungen in II. Instanz aufgenommen. Beide Seiten haben sich auf eine Erhöhung der Vergütung um insgesamt 2,5 Prozent und einem Corona-Bonus in Höhe von 1.500 Euro für IG-BCE-Mitglieder verständigt. Die Nachtschichtzulage wird von 10 auf 15 Prozent erhöht. Das Weihnachtsgeld wird auf 30 Prozent eines monatlichen Bruttoentgelts in den Jahren 2021 und 2022 temporär abgesenkt – und steigt wieder auf mindestens 70 Prozent im Jahr 2023. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2023.

  • Corona-Bonus in Höhe von 1500 Euro für IG-BCE-Mitglieder (1000 Euro für Nicht-Mitglieder), 750 Euro für Auszubildende
  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent 
  • Erhöhung der Nachtschichtzulage um 5 Prozent
Kunststoffgranulat
Foto: © AppleEyesStudio/Depositphotos.com
Kunststoffindustrie Hessen
Mehr Geld und Aufstockung zum Kurzarbeitergeld

Durchbruch kurz vor Mitternacht: In erster Runde haben sich vergangene Nacht die Verhandlungskommissionen von IG BCE und Arbeitgebern auf ein Tarifergebnis für die 5500 Beschäftigten in der Kunststoffindustrie Hessen geeinigt. „Hinter uns liegen anstrengende und extrem harte Verhandlungen“, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Philipp Mundt nach mehrstündigen Gesprächen. Er betont: „Uns ist ein guter Abschluss in besonders herausfordernden Zeiten gelungen.“ Denn die Corona-Pandemie hat auch die Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen getroffen. Diese sind vor allem in den beiden Bereichen Automobilzulieferer und Bau tätig. Sie stellen zum Beispiel die Teile der Außenverkleidung oder den Schallschutz für Autos her oder produzieren Kunststofffenster oder Türbeschläge für Häuser. Viele der Unternehmen sind sehr spezialisiert und ihrer Nische oft europaweit führend.

  • zweistufige Erhöhung der Entgelte um insgesamt 2,5 Prozent
  • Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des Nettogehalts
  • Corona-Sonderzahlung in Höhe von 200 Euro
Feuerfest- und Säureschutzindustrie
Foto: © Safak Oguz
Feuerfest- und Säureschutzindustrie
Abschluss erzielt

Die zweite Tarifverhandlung in der Feuerfest- und Säureschutzindustrie zwischen IG BCE, IG BAU und den Arbeitgebern hat eine Einigung gebracht! In den gemeinsamen Verhandlungen haben die beiden Gewerkschaften Folgendes für die Beschäftigten durchgesetzt: 

  • ab dem 1. Juni 2022: Vergütungen steigen um 1,8 Prozent
  • Sonderzahlung in Höhe von 475 Euro (238 Euro für Auszubildende)
  • 24 Monate Laufzeit bis zum 31. Mai 2023
O-I Glasspack Glasproduktion
Foto: © O-I Glasspack
Behälterglashersteller O-I Glasspack
Auf Schlichtungsergebnis geeinigt

Erfolgreiche Schlichtung bei O-I Glasspack: In erster Instanz haben Gewerkschaft und Arbeitgeber des Behälterglasherstellers den Schlichterspruch angenommen. Die über 600 Arbeitnehmer*innen des Behälterglasherstellers sind an den Standorten in Düsseldorf, Rinteln und Holzminden beschäftigt. Das Schlichtungsergebnis sieht folgendermaßen aus:

  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent
  • Corona-Bonus in Höhe von 200 Euro
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes um 5 Euro pro Tag
Coronavirus Test
Foto: © narvikk/iStock
Labordienstleister Amedes
400 + 2,5 + 2,5 + Urlaubsgeld

Endlich eine Einigung: In der fünften Verhandlung haben sich die IG BCE und die Arbeitgeber bei dem Labordienstleister Amedes auf einen Tarifabschluss geeinigt. „Wir haben ein faires Ergebnis herausgeholt“, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Winkelmann. Die Amedes-Beschäftigten in den Corona-Testlaboren arbeiten seit einem Jahr an der Grenze der Belastungsfähigkeit. Sie machen Überstunden und schieben Sonderschichten, um so viele Proben wie möglich abzuarbeiten. „Der Abschluss schätzt ihre anstrengende und systemrelevante Arbeit wert“, betont Winkelmann. Wichtig sei vor allem die Einführung des zusätzlichen Urlaubsgeldes: „Das gab es bei Amedes vorher gar nicht.“

  • 400 Euro Coronabonus
  • stufenweise insgesamt 5 Prozent mehr Entgelt
  • Einführung von Urlaubsgeld ab 2022 in Höhe von 15 Euro pro Urlaubstag, ab 2023 20 Euro pro Urlaubstag
Steag Kraftwerk Walsum
Foto: © Steag
Stromerzeuger Steag
Schwierige Verhandlung bringt Ergebnis

In einer turbulenten und wirtschaftlichen schwierigen Lage haben sich die IG BCE und der Stromerzeuger Steag auf einen Abschluss geeinigt. Die Gewerkschaft hat für die rund 6300 Beschäftigten Sicherheit und eine gerade noch machbare Vergütungserhöhung in der dritten Verhandlungsrunde durchgesetzt. Die IG-BCE-Tarifkommission stimmte diesem Gesamtpaket zu:

  • Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 2026 für die vom Personalabbauprogramm "Future" betroffenen Beschäftigten
  • 1 Freischicht für alle Beschäftigten, 3 für IG-BCE-Mitglieder
  • Erhöhung der Vergütungen um 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022
Ölfeld Mittelplate
Foto: © Wintershall
Wintershall Dea
Abschluss erzielt

IG BCE und Wintershall Dea haben für die ca. 2000 Beschäftigten des Erdgas- und Erdölunternehmens einen Tarifabschluss erzielt. Nach intensiven Gesprächen mit mehreren Unterbrechungen konnten sich beide Seiten auf ein akzeptables Ergebnis einigen:

  • Erhöhung der Vergütungen um 1,8 Prozent
  • Laufzeit: 12 Monate bis 31.Dezmeber 2021
  • Übernahme von Auszubildenden für mindestens 12 Monate
RWE-Kraftwerk Frimmersdorf
Foto: © iStockphot.com/kruwt
Energieversorger RWE
Deutliches Plus für Beschäftigte durchgesetzt

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die IG BCE und der Energieversorger RWE in der dritten Runde auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Gewerkschaft setzte bei den Tarifverhandlungen in Essen für die 10 000 Beschäftigten durch: 

  • stufenweise insgesamt 3,7 Prozent mehr Entgelt
  • Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro
  • Erhöhung der Sonderzahlung auf 850 Euro
Industrieanlage
Foto: © Michael Bader
Dienstleistungsunternehmen RGM
Tarifvertrag verlängert

Rund 4000 Beschäftigte sind deutschlandweit bei dem Dienstleistungsunternehmen RGM tätig, das in den drei Bereichen Industriedienstleistungen, Immobilienberatung und Gebäudemanagement tätig ist. Nach intensiven Gesprächen haben sich die Tarifkommission der IG BCE und die Arbeitgeberseite darauf verständigt, den gekündigten Tarifvertrag wegen der mit der Pandemie verbundenen Risiken bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängern. In Anerkennung der schwierigen Situation gewährt der Arbeitgeber aber:

  • 100 Euro Corona-Bonus
  • zusätzlicher Urlaubstag für 2021
Kraftwerk Uniper
Foto: © Uniper SE
Energieunternehmen Uniper
Einmalzahlung, Entgelterhöhung und Freistellungstage

Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich IG BCE und das Energieunternehmen Uniper in der zweiten Verhandlung auf ein Ergebnis für die rund 11.000 Beschäftigten geeinigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2022. Geeinigt haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf folgende Punkte:

  • Corona-Prämie in Höhe von 750 Euro
  • 2 Freistellungstage für das Jahr 2021
  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent
Lausitzer Wasserwerke
Foto: © Copyright der LWG
LWG Lausitzer Wasser
Tarifabschluss erzielt

Bei dem Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen LWG haben die Tarifparteien folgendes Ergebnis für die rund 170 Beschäftigten erzielt:

  • 600 Euro netto Corona-Bonus für Arbeitnehmer*innen
  • 300 Euro netto Corona-Bonus für Auszubildende
  • Ab 1. Juli 2021 eine Tariferhöhung um 2,1 Prozent für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende
Kali- und Steinsalz
Foto: © IG BCE Kirchberg
Kali- und Steinsalzindustrie
Tarifverhandlungen unterbrochen

In den Tarifgesprächen für die 10.000 Beschäftigte in der Kali- und Steinsalzindustrie zur vorzeitigen Verlängerung der Tarifverträge haben sich IG BCE und Arbeitgeber nicht geeinigt. Trotz intensiver Gespräche und konstruktiver Vorschläge der Arbeitnehmerseite fanden Gewerkschaft und Arbeitgeber keine akzeptable Lösung. „Wir haben dem Arbeitgeber aufgrund der schwierigen Lage mehrere Brücken gebaut, über die sie nicht gegangen sind" so Bernd Stahl, IG BCE-Verhandlungsführer.

  • Verständigung auf ordnungsgemäße Kündigung des Tarifvertrags
  • Aufnahme regulärer Verhandlungen zum Jahresbeginn
Industrieanlage
Foto: © Michael Bader
Industriedienstleister Xervon
700 Euro Corona-Bonus durchgesetzt

Das Unternehmen Xervon ist industrieller Dienstleistungen zur Errichtung und Instandhaltung von Industrieanlagen und hat bundesweit knapp 1.000 Beschäftigte. IG BCE und Arbeitgeber haben sich auf folgenden Abschluss geeinigt:  

  • 700 Euro Corona-Bonus für Vollzeit-Beschäftigte (350 Euro für Auszubildende)
  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 4,3 Prozent
  • Laufzeit: 36 Monate
50 Hertz Netzbetreiber
Foto: © Merlin Nardj-Torma
Netzbetreiber 50 Hertz
Vergütungen steigen um 3,6 Prozent

Für die rund 1100 Beschäftigten des Netzbetreibers 50 Hertz hat die IG BCE mit der Arbeitgeberseite einen Tarifabschluss vereinbart. Nach der Trennung von den Vergütungserhöhungen der Tarifgemeinschaft Energie (E.ON) ist dies der erste Vergütungsabschluss für die Mitglieder der IG BCE bei 50Hertz:

  • Entgelt und Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 1. Januar um 3,6 Prozent
  • Laufzeit des Tarifvertrages: 24 Monate
  • Fortführung der Gespräche über die allgemeinen Arbeitsbedingungen


Pharma Labor Digitalisierung
Foto: © iStock / gorodenkoff
Labordienstleister Synlab
7 Prozent + 1500 Euro + 1000 Euro

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die IG BCE und der Labordienstleister Synlab in der ersten Runde auf ein Tarifergebnis geeinigt. Für die bundesweit 2000 Beschäftigten in den medizinischen Versorgungszentren hat die IG BCE bei den Haustarifverhandlungen in München ein deutliches Plus beim Entgelt, Bonus- und Einmalzahlungen sowie Schichtzulagen durchgesetzt:

  • Erhöhung des Entgelts um stufenweise insgesamt 7 Prozent
  • Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro, Corona-Bonus in Höhe von 1500 Eur0
  • Einführung von Schichtzulagen
Kraftwerk Schwarze Pumpe
Foto: © Hartmut Rauhut
Braunkohlekonzern Leag
absicherung für beschäftigte

Lange stand der Abschluss bei den Verhandlungen zur sozialverträglichen Gestaltung des Kohleausstiegs bei dem Lausitzer Braunkohlekonzern LEAG auf der Kippe. Schließlich lenkten die Arbeitgeber in der vierten Verhandlungsrunde doch noch ein. IG BCE und Arbeitgeber haben sich für die 8000 LEAG-Beschäftigten auf folgendes geeinigt:

  • Aufstockung des APGs auf 85 Prozent des Nettoentgelts
  • Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen
  • umfassende Qualifizierungs- und Vermittlungsmaßnahmen
Mit Beton aus einem Zementmixer wird ein Fundament gegossen.
Foto: © iStockphot.com/BanksPhotos
Nordwest Zement
Abschluss in dritter Runde

Die gemeinsame Tarifkommission von IG BCE und IG BAU hat für die 2.000 Beschäftigten in der Zement- und Dämmstoffindustrie in Nordwestdeutschland in der zweiten Verhandlungsrunde ein Tarifpaket geschnürt:

  • Einmalzahlung von 300 Euro
  • Erhöhung der Vergütungen ab dem 1. März 2021 um 2,3 Prozent
  • Laufzeit: 15 Monate
Leder erzeugende Industrie
Foto: © istock/Volodymyr Shtun
Leder erzeugende Industrie
Abschluss erzielt

In der Leder erzeugenden Industrie arbeiten bundesweit rund 3.000 Beschäftigte. Für sie hat die IG BCE mit dem Arbeitgeberverband folgenden Abschluss ausgehandelt:

  • 300 Euro Corona-Bonus
  • 2 Prozent Einkommenserhöhung
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen
Kraftwerk Uniper
Foto: © Uniper SE
Energieversorgungsunternehmen Uniper
Paket zur sozialen Absicherung geschnürt

Nach der Unterbrechung der Tarifverhandlungen konnte jetzt doch noch das Gesamtpaket der sozialen Absicherung vereinbart werden. In der fünften Verhandlungsrunde haben sich Uniper und die Gewerkschaften auf einen Tarifabschluss zum sozialverträglichen Kohleausstieg geeinigt. Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten deutschlandweit bei dem Energieversorgungsunternehmen. Konkret vereinbart wurden: 

  • Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen
  • materielle Aufstockung des Anpassungsgeldes
  • Ausbau der Angebote zur Qualifizierung
Maxam
Foto: © Frank Rogner
Sprengstoffhersteller Maxam
Einigung mit Mitgliederbonus erzielt

Tarifverhandlungen bei dem Sprengstoffhersteller Maxam gestartet! Wir verhandeln gleichzeitig auch für die Beschäftigten des Fertigers von Schwarzpulver und Zündschnüren, Wano, bei dem Maxam hundert Prozent der Anteile hält. In beiden Unternehmen arbeiten insgesamt etwa 300 Beschäftigte an mehreren Standorten in ganz Deutschland. Für sie haben schon in der ersten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt. Neben einem Tankgutschein nur für Gewerkschaftsmitglieder haben wir Folgendes durchgesetzt:   

  • 125 Euro Einmalprämie für Oktober 2020 bis 31. März 2021
  • Anhebung der Vergütung um 1,8 Prozent ab dem 1. April 2021
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes auf 900 Euro in 2021 und 1200 Euro in 2022
Mineralölwirtschaft
Foto: © Carsten Büll
Mineralölunternehmen Exxon Mobile
Tarifabschluss erzielt

Bei dem Mineralölkonzern Exxon Mobile sind bundesweit rund 1200 Menschen beschäftigt. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des abfallenden Ölpreises sind wir in schwierige Tarifverhandlungen für sie gestartet. Gemessen an der aktuellen Situation haben wir uns auf einen für uns durchaus positiven Abschluss geeinigt. 

  • 1,8 Prozent mehr Entgelt
  • 24 Monate Laufzeit
Braunkohleabbau in der Lausitz.
Foto: © Rainer Weisflog
Braunkohle-Konzern Leag
Mehr Sicherheit und mehr Geld

Sicherheit in der Corona-Krise gibt den Leag-Beschäftigten der Tarifabschluss, auf den wir uns gestern mit den Arbeitgebern geeinigt haben. Die Leag betreibt ostdeutsche Tagebaue und Kraftwerke in der Braunkohle und beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter. Für sie haben wir in harten Verhandlungen einen Abschluss erzielt, der geprägt ist von einer eher düsteren Zukunftsprognose und den Sorgen anlässlich der Corona-Krise:  

  • jährlich zwei bezahlte Freischichten für Mitglieder
  • für eventuell notwendig werdende Kurzarbeit wird ein Tarifvertrag geschlossen
  • Zehn Tage bezahlte Freistellung für Arbeitnehmer, die aufgrund geschlossener Schulen, Horte und Kindergärten ihrer Arbeit nicht nachkommen können
Für feine Düfte: Flacon-Produktion bei Gerresheimer im Frankenwald.
Foto: © Werner Bachmeier
Verpackungshersteller Gerresheimer
Höheres Urlaubsgeld für IG-BCE-Mitglieder

Rund 400 Beschäftigte arbeiten bei dem Verpackungshersteller Gerresheimer in Essen. Sie stellen hier Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff her, die vor allem als Verpackungen in der Pharma- und Kosmetikindustrie genutzt werden. Für sie haben wir in dem diesjährigen Tarifabschluss Folgendes durchgesetzt:

  • 5 Prozent Entgeltplus in zwei Stufen
  • 30 Euro Urlaubsgeld pro Tag für IG-BCE-Mitglieder, 23 Euro für Nicht-Mitglieder
  • Ausbildungsvergütungen steigen deutlich
Feinkeramik
Foto: © Frank Rogner
Feinkeramische Industrie Ost
Tarifeinigung bringt Beschäftigten 6,1 Prozent Plus

Die 2400 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie Ost bekommen deutlich mehr Geld: Schon in der ersten Verhandlungsrunde haben wir uns mit den Arbeitgebern auf ein deutliches Plus von durchschnittlich 6,1 Prozent geeinigt. Nach intensiven, aber kurzen Verhandlungen sagt unser Verhandlungsführer Bernd Stahl: „Wir haben ein gutes Ergebnis erreicht: Es bedeutet eine Weiterentwicklung für die Unternehmen und gewährleistet gleichzeitig eine adäquate Beteiligung der Beschäftigten am Ergebnis.“

Die feinkeramische Industrie umfasst die Sparten Porzellan, Sanitärkeramik, Fliesen und technische Keramik. Regionale Schwerpunkte liegen in Meißen, Torgau, Zwickau und Wittenberg.

  • im Schnitt: 6,1 Prozent Plus
  • Anhebung des Urlaubsgeldes auf 30 Euro pro Tag
  • Auszubildende bekommen überproportional mehr
Lederkoffer
Foto: © Depositphotos/ WitthayaP
Leder- und Kunststoffwaren, Kofferindustrie
Beschäftigte bekommen im Schnitt 4,2 Prozent mehr

In der Leder- und Kunststoffwaren sowie in der Kofferindustrie arbeiten rund 2800 Beschäftigte - von Köln bis zum Bayerischen Wald. Für sie haben wir uns schon in der ersten Verhandlungsrunde auf einen Abschluss mit den Arbeitgebern geeinigt. 

  • 2,2 Prozent Engeltplus ab 1. Februar 2020 und zusätzlich 2 Prozent ab 1. Februar 2021
  • Erhöhung des Nachtschichtzuschlags von 15 auf 30 Prozent
  • Auszubildende bekommen überproportional mehr
Instandsetzung
Foto: © rclassenlayouts/ istockphoto
Bilfinger Maintenance
Angleichung an die Fläche Chemie Ost weiter vorangeschritten

Für die rund 570 Beschäftigten bei dem Industriedienstleister Bilfinger Maintenance, Werk Leuna, konnte unsere Tarifkommission in der diesjährigen Tarifverhandlung die Angleichung an die Fläche Chemie Ost weiter voranbringen und folgendes abschließen:

  • Entgeltplus in zwei Stufen um jeweils 2 Prozent
  • Tarifentgeltsätze der Gruppen E 6 bis E 8 werden zusätzlich erhöht
  • Jahresleistungen für 2020 auf 80 Prozent und für 2021 auf 85 Prozent erhöht
Schachtanlage Asse, Maschinenhalle mit Fördergeruest
Foto: © Bundesgesellschaft für Endlagerung
Bundesgesellschaft für Endlagerung
Abschluss erzielt

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung ist vom Bund mit den Aufgaben im Bereich der Endlagerung radioaktiver Abfälle beauftragt. Rund 1.900 Mitarbeiter sind an den verschiedenen Standorten im Norden und Osten Deutschlands tätig. Unsere Tarifkommission hat für sie erreicht:

  • 3 Prozent Lohnplus
  • System der Ausbildungsvergütungen wird verändert und erhöht
  • Laufzeit: 15 Monate
Flusslandschaft
Foto: © iStockphoto.com/Markus Thoenen
Landschaftsagentur Plus
Erhöhung in zwei Stufen durchgesetzt

Die knapp 30 Beschäftigten der Landschaftsagentur Plus sind in NRW, im Saarland und in Hessen in der Umweltplanung tätig. In der ersten Verhandlungsrunde haben sich Arbeitgeber und Tarifkommission auf eine zweistufige Erhöhung der Entgelte geeinigt.

  • Entgelterhöhung um in zwei Stufen um insgesamt 5 Prozent 
  • Bonusregelung für IG BCE Mitglieder
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2021
Skytanking Tegel
Foto: © Merlin Nadj-Thoma
Flughafenbetanker Sun Jet Services
spürbar mehr Geld gefordert

Für die 52 Beschäftigten bei der Flughafenbetankung auf dem Flughafen Berlin Tegel fordern wird: 

  • deutlich spürbar mehr Geld
  • Laufzeit: 12 Monate
Skytanking Berlin Tegel
Foto: © Merlin Nadj-Thoma
Flughafenbetanker
Forderung: 6,5 Prozent Plus

Eine satte Erhöhung der Entgelte soll für die rund 75 Flughafenbetanker am Frankfurter Flughafen in der Tarifrunde 2020 rausspringen. Auf folgende Forderung hat sich unsere Tarifkommission geeinigt:

  • 6,5 Prozent Lohnplus
  • Bonusregelung für Gewerkschaftsmitglieder
  • Urlaubsgeld soll mit Tariferhöhungen ansteigen
Shell
Foto: © iSTock/NicolasMcComber
Tarifabschluss bei Shell
5,8 Prozent Plus

Die bundesweit 3.600 Beschäftigten des Mineralöl- und Erdgasproduzenten Shell bekommen mehr Geld: In der dritten Verhandlungsrunde haben sich IG BCE und Arbeitgeber auf ein deutliches Plus von durchschnittlich 5,8 Prozent geeinigt.

  • Tarifentgelte steigen in zwei Stufen um jeweils 2,9 Prozent
  • Anzahl der Ausbildungsplätze wird für 2020 und 2021 auf jeweils mindestens 50 erhöht
  • 150 Euro mehr Urlaubsgeld für Auszubildende
RWE-Kraftwerk Frimmersdorf
Foto: © iStockphot.com/kruwt
Sicherheit für Beschäftigte bei RWE
Tarifverträge bis 2024 verlängert

Der Manteltarifvertrag, der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung (switch) und weitere Regelungen für die 17.000 Beschäftigten wurden bei RWE unverändert und vorzeitig bis Ende 2024 verlängert. Darauf haben sich IG BCE, Verdi und Arbeitgeber geeinigt.

  • Ziel: tarifliche Absicherung und größtmögliche Planungssicherheit für Beschäftigte
  • Hintergrund: Eon und RWE hatten im März vereinbart, die RWE-Tochter Innogy aufzuteilen. 
  • Verlängerte Tarifverträge gelten auch für Beschäftigte, die im Zuge der Transaktion zu RWE wechseln 
PET-Granulat
Foto: © iStockphot.com/RecycleMan
Alpla in Gemünden
Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr

In intensiven über vierstündigen Verhandlungen erzielten IG BCE und Arbeitgeber ein Ergebnis für die rund 200 Beschäftigten des Herstellers von Kunststoffverpackungen im bayerischen Gemünden.

  • Vergütungen steigen um 4,5 Prozent 
  • Laufzeit: 19 Monate
openInNewTab: false
Tarifdatenbank

Tarifverträge im Wortlaut: Die Tarifdatenbank bietet IG-BCE-Mitgliedern Einblick in die aktuellen Tarifverträge der von der Gewerkschaft betreuten Branchen und Unternehmen.

Werde Mitglied der IG BCE!
Nur mit dir sind wir eine starke Gemeinschaft

Sind gesellschaftliche Solidarität und soziale Gerechtigkeit zentrale Werte für dich? Dann ist die IG BCE die richtige Gemeinschaft für dich. Gehe jetzt den nächsten Schritt: Werde Mitglied. Wir freuen uns auf dich!