IG-BCE-Bezirk Kelheim-Zwiesel

IG-BCE-Bezirk Kelheim-Zwiesel stellt die Weichen für die nächsten vier Jahre

Am Samstag den 13. März 2021 fand die 7. ordentliche Delegiertenkonferenz des IG BCE Bezirks Kelheim-Zwiesel statt. Aufgrund der Corona-Pandemie dieses Mal als virtuelle Veranstaltung. 80 Delegierte wurden eingeladen (wovon 73 an der Konferenz vor dem Bildschirm oder via Handy teilnahmen). Insgesamt waren es knapp hundert Teilnehmer*innen. „Ein toller Erfolg“, so Bezirksleiter Andreas Blaser, zumal das Format für uns als IG BCE, wie auch für alle Teilnehmer*innen, Neuland war.

Präsidium: v.l.n.r. Bettina Bögl, Markus Kiefl, Andreas Blaser

Präsidium: v.l.n.r. Bettina Bögl, Markus Kiefl, Andreas Blaser

Foto: © IG-BCE-Bezirk Kelheim-Zwiesel

Bezirksleiter Andreas Blaser stellte in seinem Geschäftsbericht die Entwicklung des Bezirks in den letzten 4 Jahren dar. „Die letzten 4 Jahre waren für den Bezirk sehr turbulent“, so Blaser. Personell hat sich einiges verändert. Zuletzt der Wechsel von Markus Hautmann als Bezirksleiter zum Nachbarbezirk Altötting. Er bedankt sich an dieser Stelle bei „Hauti“ und wünscht ihm alles Gute.

Unser Bezirk ist eine stabile Größe in Bayern und dies soll auch zukünftig so bleiben. Die Mitgliederentwicklung der letzten 4 Jahre konnte, bis auf das letzte Jahr, mit jeweils einem Plus abgeschlossen werden. Auch positiv hervorzuheben ist die gesunde Alterstruktur der Mitglieder im Bezirk. „Da liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt“ so der Bezirksleiter. Ebenso ist auch der Anteil der betriebstätigen Mitglieder mit 73% über dem deutschlandweiten Durchschnitt.“

 Wir sind zu 46% ein „Automobilzulieferer-Bezirk“ der die verschiedensten Tarifbereiche abgedeckt“, so Blaser. Der Transformationsprozess in der Automobil- und Zuliefererbranche, verschärft durch die Corona-Pandemie, schlägt sich gnadenlos die Mitgliederentwicklung nieder. Viele unserer Betriebe gehören der Kunststoffbranche an, die äußerst heterogen ist, vom Hightech-Betrieb bis zur einfachsten Produktionsstätte mit Standardteilen ist alles vertreten. Die Papierindustrie befindet sich nach wie vor in einem Umstrukturierungsprozess, die Petrochemie hat ihren Anpassungsprozess bereits hinter sich und steht vor neuen Herausforderungen. Die Betriebe in der Faser- und Glasindustrie stehen seit Jahren unter Druck.

"Besonders bedanken möchte ich mich bei unseren ehrenamtlichen Funktionär*innen und Werber*innen, die es möglich machen, durch ihr Engagement unseren Bezirk so gut dastehen zu lassen", so Blaser.

Nach dem Geschäftsbericht und der Entlastung des Bezirksvorstandes wählten die Delegierten den neuen Bezirksvorstand. In der Antragsberatung wurde über insgesamt 9 Anträge abgestimmt. Darunter befanden sich unter anderem Anträge zu Bildungsurlaub in Bayern, Freistellung von Vertrauensleuten oder Anhebung der Freibeträge bei Pensionskassen. Alle Anträge wurden von den Delegierten mit breiter Mehrheit angenommen.

Beate Rohrig betonte in ihrem Grußwort die Herausforderungen für die IG BCE Bayern durch die Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Mitgliederzahlen mahnte die Landesbezirksleiterin: „Wir können nicht einfach abwarten, bis alle geimpft sind. Wir müssen kreativ sein und um jedes einzelne Mitglied ringen.“ Ohnehin helfe die beste Impfung nicht gegen Dumpinglöhne und Arbeitsplatzabbau.

Die Notwendigkeit einer starken Gewerkschaft unterstrich auch Petra Reinbold-Knape, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand (gHV) der IG BCE: „Wir wollen in diesen Zeiten mitgestalten und werden Verantwortung übernehmen.“

Eindrücke von der Konferenz