Tarifaktion bei Synlab MVZ in Regensburg

Aktive Frühstückspause

Am Montag, den 26.09.2022 fand eine Tarifaktion in Form einer aktiven Frühstückspause bei dem Labordienstleister Synlab in Regensburg statt. Zahlreiche Mitglieder informierten sich über den Stand der Tarifverhandlungen bei Iris Schopper, IGBCE Bezirk Nordostbayern und Vera Drazan, IGBCE Bezirk Kelheim Zwiesel.

Tarifaktion Synlab (1)

Iris Schopper, Verhandlungsführerin 

Foto: © IGBCE

Die Tarifverhandlungen zur Frage der Entgeltstruktur, vor dem Hintergrund der anstehenden Mindestlohnerhöhung, sowie zum Manteltarif gestalten sich äußerst schwierig. Der Arbeitgeber hat ein Paket angeboten, welches aus unserer Sicht völlig unzureichend ist. Das Angebot von Einmalzahlungen ist nicht zielführend, weil dauerhaft erhöhte Lebenshaltungskosten nachhaltige, tabellenwirksame Entgelterhöhungen erforderlich machen.

Angesicht der gestiegenen Verbraucherpreise fordern wir ein angemessenes und tragfähiges Tarifpaket.

Iris Schopper, Verhandlungsführerin für den Manteltarifvertrag Synlab in Bayern, stellte fest, dass der Arbeitgeber an seiner Blockade eines einheitlichen Manteltarifvertrages festhält, was dezentrale Verhandlungen notwendig macht und zu einer zersplitterten Tariflandschaft bei Synlab führt. Gleichzeitig ist Synlab lediglich zu marginalen Verbesserungen bereit und das, obwohl rekordverdächtige Gewinne gemacht werden.

Die Teilnehmer*innen der Tarifaktion waren sich einig: Das Arbeitgeberangebot ist realitätsfern und wird weder der Leistung der Kolleginnen und Kollegen gerecht, noch der mittlerweile eklatanten Personalknappheit.

Am 30. September 2022 findet der nächste Verhandlungstermin statt.