IG BCE trifft Politik

Vassiliadis lädt zum Kantinengespräch

Wenn die Stimmzettel zur Bundestagswahl am 26. September ausgezählt werden, entscheidet sich, wie es mit Deutschland weitergeht. Was haben die Parteien vor? Wer vertritt unsere Interessen, wer setzt sich für unsere Forderungen ein? Um das herauszufinden, trifft sich der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis in den kommenden Wochen mit Spitzenpolitiker*innen verschiedener Parteien zu Kantinengesprächen unter dem Motto „IG BCE trifft Politik“. 

Kantinengespräch: Fragen an Armin Laschet
Foto: © IG BCE

Erster Gast war der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Als nächster Teilnehmer wird Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union, erwartet. Vorab haben IG-BCE-Mitglieder die Möglichkeit, Fragen einzureichen. Nutze die Gelegenheit und mach mit – schick uns deine Fragen an Armin Laschet bis zum 9. August, 12 Uhr, zu. Die Kantinengespräch werden aufgezeichnet und im August in lockerer Folge ausgespielt – ebenso wie die nachfolgenden Talks mit weiteren führenden Politker*innen aus verschiedenen Parteien. Janine Wissler, Spitzenkandidatin der Partei Die Linke, wird am 17. August interviewt und FDP-Chef Christian Lindner ist am 1. September zu Gast beim Kantinengespräch. Unsere Mitglieder haben vor jedem Treffen die Gelegenheit, ihre eigenen Fragen online einzusenden. Diese können sich beispielsweise um die besonderen Herausforderungen ihrer Branche drehen oder um die inhaltlichen Forderungen und Positionen der IG BCE. 

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Kantinengespräch: Stelle deine Fragen an Armin Laschet

Denn auch in diesem Jahr hat die IG BCE, gemeinsam mit dem DGB und allen Gewerkschaften, ein hohes Interesse daran, dass die Sorgen und Erwartungen der Arbeitnehmer*innen in die Agenda einer neuen Bundesregierung einfließen.

„Deshalb müssen wir tun, was in unserer Kraft steht, um Einfluss zu nehmen und unsere Themen ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung rücken“, sagt der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. „Wir wollen mit unseren Werten und mit unseren Vorstellungen eine prägende Kraft bleiben, weit über die Arbeitswelt hinaus. Gerade weil es bei der Wahlentscheidung am 26. September um eine wesentliche Weichenstellung für die zukünftige Gestaltung unseres Landes geht.“ Es müsse beispielsweise in den kommenden Jahren darum gehen, Deutschland und Europa zum Vorreiter einer industriellen Transformation zu machen, die gute Arbeit für die Menschen schafft und sichert.

Forderungskatalog zur Bundestagswahl

Die IG BCE hat ihre Kampagne zur Bundestagswahl 2021 deshalb unter das Motto „Einmischen, einfordern, durchsetzen – wählen gehen!“ gestellt. In einem 41 Punkte umfassenden Forderungskatalog hat die Gewerkschaft bereits im Frühjahr ihre zentralen Forderungen an die Parteien formuliert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, nach welchen Grundsätzen die drei „Ds“ der Transformation – Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographischer Wandel – gestaltet werden müssen.

Etwa durch die Förderung von Innovationen und Investitionen, um ein Abwandern von Industrie zu verhindern und gute Arbeit sozial gerecht zu gestalten. Außerdem finden sich in dem umfassenden Katalog Forderungen zu den gewerkschaftlichen Kernthemen Tarifbindung und Mitbestimmung – beispielsweise die Stärkung der gewerkschaftlichen Handlungskraft durch starke Betriebsräte, die Weiterentwicklung der Unternehmensmitbestimmung und die Stärkung der Flächentarife. Themen soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit, Umbau der Steuerpolitik sowie Absicherung von Ausbildung und Übernahme finden sich ebenfalls in dem Papier.

Zu diesen und anderen Wahlkampfthemen hat die IG BCE nicht nur umfangreiches Informationsmaterial entwickelt und die Kantinengespräche organisiert. Darüber hinaus setzt Organisation Akzente mit vier Aktionswochen vor dem Wahltermin am 26. September:

  • 35. KW, ab 30. August: Mitbestimmung und Ausbildung
  • 36. KW, ab 6. September: Anforderungen an Gute Arbeit
  • 37. KW, ab 13. September: Transformation unserer Industrien
  • 38. KW, ab 20. September: Soziale Gerechtigkeit und Alterssicherung

„Wir dürfen nicht die Kraft verlieren, als Industriegewerkschaft soziale Standards zu setzen, die über unsere Branchen hinaus von prägender Bedeutung sind“, betont Vassiliadis. „Deshalb müssen wir es schaffen, in dieser kurzen, intensiven Phase der politischen Meinungs- und Mehrheitsbildung sichtbar zu sein, als eine Organisation mit politischem Gewicht, mit einer klaren Wertorientierung und mit konkreten Forderungen, die nah bei unseren Mitgliedern sind.“

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