IG-BCE-Bildungszentrum Bad Münder

Ein Haus startet neu durch – mit Präsenzseminaren

Sonntag öffnet das Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrum im niedersächsischen Bad Münder erstmals seit November wieder seine Pforten. Das 38-köpfige Team bereitet die Einrichtung am Südhang des Deister-Höhenzuges in dieser Woche auf das vor, was kein Webseminar ersetzen kann: persönliche Begegnungen.

Bad Münder Eröffnung 1
Foto: © Christian Burkert

Endlich wieder gemeinsam vor Ort! Erstmals seit sieben Monaten traf am Montag das Bad-Münder-Team wieder in Komplettbesetzung zusammen. Ein emotionaler Moment sei das gewesen, sagt Küchenchef Rüdiger Linde. Alle sind sie wieder da, nach Kurzarbeit und Homeoffice. Und erwecken das Haus zu neuem Leben.

Vorerst öffnet das Bildungszentrum mit einer Auslastung von 60 Prozent und bietet damit 79 Seminarteilnehmenden Platz. Auch Sauna und Schwimmbad müssen noch geschlossen bleiben. „Unter Einhaltung aller Hygienevorschriften bieten wir ideale Lernbedingungen und eine angenehme Wohlfühlatmosphäre“, verspricht Leiterin Martina Seth. Dozenten, Verwaltung, Haustechnik, Reinigungskräfte, Küchenteam und die Mitarbeitenden der beliebten Kneipe „Willis“ – sie alle erwarten jetzt die ersten Gäste.

Martina Seth
Foto: © Christian Burkert

„Unter Einhaltung aller Hygienevorschriften bieten wir ideale Lernbedingungen und eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.“

Martina Seth
Leiterin des Bildungszentrums

Erste Gäste kommen am 6. Juni

Diese reisen am Sonntag für eine ganze Reihe von Seminaren an, zu Themen wie Arbeitsrecht und Tarifverhandlungen. Es wird Spaghetti Bolognese geben – auch in einer veganen Variante. Gegessen wird, solange die Pandemie noch den Takt vorgibt, im Schichtsystem. Die Teilnehmenden begegnen sich sowohl im Speisesaal als auch in den Seminarräumen ausschließlich in kleinen Gruppen.

Einbahnstraßensystem, Handdesinfektion, Schnelltests und Impfnachweis – das Hygienekonzept in Bad Münder ist engmaschig geknüpft. Für die Mitarbeiter*innen der Verwaltung bedeutet das auch einiges an Mehraufwand beim Einchecken und Betreuen der Gäste. Aber der Kern der Bildungsarbeit zeigt sich ganz und gar ungetrübt: Von Angesicht zu Angesicht verbringen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wieder Zeit zusammen.

„Es geht um den wichtigen kollegialen Austausch“, weiß Philipp Martens vom Dozententeam des Hauses. Was alles möglich ist, zeigt unter anderem die Gesundheitswoche vom 27. Juni bis 2. Juli. Neben dem Seminar zum Thema gestaltet Seths Team auch ein umfassendes Begleitprogramm – von Trommel- und Fitnesskursen über Yoga und Jonglieren bis hin zu Nachtwanderung und Mountainbiketour.

Der Appetit auf Präsenzseminare ist groß; die Veranstaltungen der ersten Juniwochen sind bereits ausgebucht. Das Bundesbildungsprogramm der IG BCE für das Jahr 2021 startet entsprechend mit dem Seminar „Gute Arbeit gestalten“ am 27. Juni. Der umfangreiche Katalog greift das Motto „Mit Mut Machen“ des Gewerkschaftskongresses im Herbst auf. Aktive Gewerkschafter*innen auf einen starken und selbstbewussten Auftritt im Betrieb auszubilden – mit dieser Aufgabe ist auch das Bildungszentrum Bad Münder betraut. Seine Themenschwerpunkte liegen in Handlungsfeldern wie Tarifpolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Frauenförderung, IT und Kultur.

Bildungszentrum ist startklar

Öffnungen Schritt für Schritt

Schritt für Schritt startet die IG BCE mit dem Seminarbetrieb. Den Anfang macht die Einrichtung in Niedersachsen. Die Bildungszentren Kagel und Haltern werden gegebenenfalls zum Ende der Sommerferien (Mitte beziehungsweise Ende August) ihre Bildungsarbeit wieder aufnehmen. Das Erholungswerk Heinrich-Imbusch bleibt bis zum 31. Juli 2021 geschlossen. Die Fejo-Jugendeinrichtungen bleiben bis zum 30. Juni 2021 geschlossen. Optional ist eine Öffnung durch Prüfung des IG-BCE-Krisenstabs vorher möglich.

Petra Reinbold-Knape, im Vorstand der IG BCE für Bildung zuständig, sagt: „Wir freuen uns sehr, das Bildungszentrum in Bad Münder wieder öffnen zu können und Teilnehmer*innen wieder persönlich zu empfangen.“ Vorerst sei das zwar nur mit einem eingeschränkten, aber dennoch regen Betrieb möglich. „Die Entscheidung für die Öffnung haben wir in hoher Verantwortung für Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen getroffen“, betont sie und ergänzt: „Herzlichen Dank an die Beschäftigten für ihre Flexibilität!“

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