RWE
Die Zeit drängt!

Das Rheinland ist beim Ausstieg aus der Braunkohle besonders früh gefordert. Schon Ende dieses Jahres geht das erste Kraftwerk vom Netz, 2021 folgen drei weitere. Die Zeit für eine sozialverträgliche Regelung drängt: Wir wollen deshalb eine schnelle Lösung mit dem Management.

RWE-Kraftwerk Frimmersdorf

Das RWE-Kraftwerk Frimmersdorf.

Foto: © iStockphot.com/kruwt

Das Kohleausstiegsgesetz bestimmt einen klaren Zeitplan für die Stilllegung der Kraftwerke und Tagebaue im rheinischen Revier. Bereits zum Jahresende geht Niederaußem D als erster Standort vom Netz, die letzten sind für 2038 vorgesehen. Gleichzeitig hat RWE kräftig in erneuerbare Energien investiert. Die Transformation ist im Konzern in vollem Gange. Nun muss sich RWE auch in den Tarifverhandlungen bewegen.

Zur sozialverträglichen Gestaltung des Kohleausstiegs fordern wir:

  • Den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über die gesamte Phase des Ausstiegsprozesses. Die Instrumente dafür stehen bereit: staatliches Anpassungsgeld für Ältere, Personaltausch zwischen den Standorten und Generationen, Weiterqualifi zierung für Jüngere auf neue, gleichwertige Jobs im Unternehmen. Es braucht nur noch mehr Mut im Management!
  • Eine kräftige Aufstockung des staatlichen Anpassungsgelds und die Absicherung weiterer tarifl icher Entgeltbestandteile durch den Arbeitgeber. RWE muss seinen Teil dazu beitragen, dass auch fi nanziell niemand ins Bergfreie fällt!
  • Kein Nachlassen bei der Ausbildung. RWE muss seiner Verantwortung für das rheinische Revier gerecht werden. Die Braunkohle-Standorte müssen weiterentwickelt und Zukunftstechnologien angesiedelt werden. Heißt auch: Zahl der Auszubildenden hoch halten!

Die IG BCE kämpft weiter mit den Beschäftigten im rheinischen Revier. So wie bei den Verhandlungen in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ und später bei der politischen Umsetzung des Kohleausstiegs. Und jetzt auch in den Tarifverhandlungen mit dem Unternehmen. RWE kann die Modernisierung der Region dank Milliarden-Entschädigung des Bunds vorantreiben. Nun geht es um gute Perspektiven für die Beschäftigten.