Ferien in Corona-Zeiten

Schöner Urlaub - oder doch nicht?

Nordsee, Ostsee, Heide, Harz – oder doch zuhause bleiben? Die Corona-Fallzahlen in ganz Deutschland stiegen zuletzt, das kann auch Auswirkungen auf die Urlaubspläne in den Herbstferien haben. 

Foto Corona Herbst Urlaub
Foto: © PPAMPicture/istock

Denn zur Eindämmung des Virus haben mehrere Bundesländer bereits Beschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen beschlossen. Zwar bleiben private Besuche weiterhin in vollem Umfang erlaubt. Allerdings darf nicht jeder überall Urlaub machen.

In Baden-Württemberg gilt für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten weder Quarantänepflicht noch ein Einreiseverbot. Ein Beherbergungsverbot, das kürzlich für Reisende aus Risikogebieten verhängt worden war, hat mittlerweile der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben. 

In Bayern gibt es ebenfalls kein Einreiseverbot. Ein zwischenzeitlich verhängtes Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten hob die bayerische Landesregierung am 16. Oktober wieder auf.

In Berlin darf aktuell noch ohne Beschränkung eingereist werden, auch ein Beherbergungsverbot wurde bislang nicht beschlossen.

Wer vorhat, aus Corona-Hotspots nach Brandenburg zu fahren, kann Tagesausflüge unternehmen oder einkaufen gehen. Übernachtungen sind allerdings nicht erlaubt, außer bei Vorlage eines negativen Corona-Tests, der vor Abreise höchstens 48 Stunden alt gewesen sein darf, oder bei zwingenden beruflichen oder medizinischen Reisen.

Die Hansestadt Bremen hält es wie Berlin: Bisher wurden weder ein Einreiseverbot noch ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten beschlossen.

In Hamburg ist die Lage etwas komplizierter: Es gilt zwar kein Einreiseverbot für Menschen aus inländischen Risikogebieten. Übernachtungsgäste müssen aber schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen nicht in einem solchen aufgehalten haben. Falls doch, können sie sich mit einem negativen Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden sein darf, in einem Hotel einquartieren.

In Hessen gibt es kein Einreiseverbot, dafür aber ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten. Wer mit einem ärztlichen Attest nachweisen kann, dass keine Anhaltspunkte für eine Corona-Infektion vorliegen, darf übernachten.

In Mecklenburg-Vorpommern schreibt die Corona-Landesverordnung für Reisende aus Risikogebieten neben einem aktuellen negativen Corona-Test weiterhin eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Der Corona-Test darf maximal 48 Stunden vor der Einreise ins Bundesland entnommen worden sein. Die Quarantäne-Zeit kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn ein zweiter, selbst zu bezahlender Test nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls negativ ausfällt.

In Niedersachsen ist die Einreise innerhalb Deutschlands nicht beschränkt, auch Tagestourismus ist möglich. Es gelten keine Quarantänevorgaben für deutsche Risikogebiete. Ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikoregionen, das das Land angeordnet hatte, hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Damit müssen sich Hotels und Pensionen mit sofortiger Wirkung nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten. 

In Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell keine Beschränkungen und vorerst kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus nationalen Risikogebieten.

In Rheinland-Pfalz müssen sich Reisende aus innerdeutschen Risikoregionen in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Zudem gilt für sie ein Beherbergungsverbot, außer sie haben einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Die betroffenen Regionen sind auf der Internetseite der Landesregierung gelistet.

Im Saarland gilt bereits seit Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten, es sei denn sie können einen ärztlich attestierten, negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als zwei Tage ist.

In Sachsen ist die innerdeutsche Einreise ist erlaubt. Wer aus einem Risikogebiet etwa aus dem Ausland kommt, muss sich testen lassen. Bis ein negatives Ergebnis vorliegt, besteht die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

In Sachsen-Anhalt ist die Einreise aus dem innerdeutschen ebenfalls erlaubt. Die Beherbergung von Personen aus Risikogebieten zu touristischen Zwecken ist verboten, außer der Gast kann ein Attest vorlegen, wonach es keine Anhaltspunkte für eine Covid-19-Erkrankung gibt.

In Schleswig-Holstein gelten keine Beschränkungen für die Einreise. Ein Beherbergungsverbot besteht aber für gewerbliche Betriebe. Es gibt allerdings die Möglichkeit eines Freitestens mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

In Thüringen gelten weder Einreisebeschränkungen noch ein Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten.