Tarifpolitik

Rückschritt in den Verhandlungen – Geschäftsleitung bekommt die gelbe Karte!

Nach den ersten beiden Runden der Tarifverhandlungen bei der Mäder Germany GmbH am Standort Gelsenkirchen wird der Ton rauer.

Mäder Gelbe Westen

Als in 2020 nach langen Verhandlungen und einer politischen Mittagspause der Haustarifvertrag für die heute rund 60 Beschäftigten der Mäder Germany GmbH abgeschlossen wurde, starteten die Verhandlungen in der aktuellen Entgeltrunde für den Standort Gelsenkirchen unter guten Vorzeichen. In zwei Verhandlungsrunden wurde ein Gesamtpaket verhandelt, dass zum einen die angespannte Situation des Unternehmens berücksichtigt und zum anderen die Anstrengungen der Beschäftigten während der letzten würdigt. Doch in der dritten Verhandlungsrunde kam die Ernüchterung: die französische Geschäftsleitung möchte ein solches Paket nicht mittragen, sondern macht ein Gegenangebot. Dieses Gegenangebot liegt nicht nur weit unter dem bisher verhandelten Ergebnissen, sondern fühlt sich wie ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten an. Die Beschäftigten, die in den letzten zwei Jahren Kurzarbeit mitgetragen haben und bei vollen Auftragsbüchern nicht mehr mit der Produktion hinterherkommen.

Als Zeichen des Protests hat die IGBCE die Beschäftigten dazu aufgerufen „gelbe Westen“ zu tragen! Dem Aufruf sind viele Kolleg*innen gefolgt! Als IGBCE fordern wir eine Sicherheit für den Standort, eine Entgelterhöhung zur Sicherung der Kaufkraft bei steigenden Preisen und eine Honorierung der IGBCE-Mitglieder!