Mineralöl
Rohstoff Nummer Eins

Mineralöl ist nach wie vor der wichtigste Energieträger in Deutschland. Gut 17.500 Menschen sind hier zu Lande mit der Förderung und Verarbeitung von Rohöl  beschäftigt. Zwei Drittel der flüssigen Energieträger und Rohstoffe gehen in den Verkehr, etwa 22 Prozent werden stofflich zum Beispiel in der Chemie und 17 Prozent für die Erzeugung von Wärme genutzt.

Der Primärenergieverbrauch von Mineralöl war 2018 mit 4.443 PJ im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent niedriger. Dabei entwickelten sich die jeweiligen Sparten recht unterschiedlich. Der Verbrauch von Dieselkraftstoff sank um 3,1 Prozent; Flugkraftstoffe (Kerosin) erhöhten sich um 2,3 Prozent.

Rund zwei Drittel der flüssigen Energieträger und Rohstoffe gehen in den Verkehr, etwa 22 Prozent werden stofflich zum Beispiel in der Chemie und 17 Prozent für die Erzeugung von Wärme genutzt. Die meisten Raffinerien sind an Chemieparks sowie Flughäfen angeschlossen.

Der Energie- und Rohstoffmix von morgen wird zwar insgesamt breiter sein. Dennoch wird Mineralöl als Energieträger und als Rohstoff für die chemische Industrie auf lange Zeit unverzichtbar bleiben.

Deutsche Raffinerien führend

Für die Herstellung von Mineralölen und Schmierstoffen sind die Raffinerien und die weiterverarbeitenden Unternehmen der Mineralölindustrie in Deutschland unverzichtbar. Sie sorgen für vergleichsweise kurze Transportwege der benötigten Produkte und verfügen über hohe technologische Standards. Sie produzieren umweltschonend und energieeffizient. Mit Produkten wie Flüssiggas, Benzin, Kerosin, Dieselkraftstoff, Schmierstoffen und Bitumen liefern sie der Wirtschaft wichtige Rohstoffe. Unverzichtbar sind petrochemische Vorprodukte für die chemische Industrie. Über 90 Prozent der organischen Chemieprodukte kommen aus den Raffinerien der Mineralölindustrie. Den Verbrauchern ermöglichen die Güter der Mineralölindustrie Mobilität und Wärme. Beides für sich Dinge, auf die eine hochentwickelte Volkswirtschaft nicht verzichten kann.

Konjunkturabhängige Produktion

Die Lage der 15 deutschen rohölverarbeitenden Raffinerien ist weiterhin geprägt von der konjunkturellen Entwicklung. Die nach wie vor gute Konjunktur hat die Nachfrage nach Mineralölprodukten in Deutschland stabilisiert und in einigen Unternehmen zu Neueinstellungen geführt.

Angesichts des internationalen Aufbaus von Kapazitäten und dem damit verbundenen erhöhten Wettbewerb einerseits sowie klimapolitischer Ziele andererseits stehen die verbliebenen Raffinerien in Deutschland dennoch vor großen Herausforderungen. Laut BDI-Klimapfadstudie erfolgt bis 2050 ein deutlicher bis vollständiger Rückgang der fossilen Kraftstoffnachfrage aus dem Straßenverkehr und der Heizölnachfrage im Wärmesektor.

Besser sieht es vielfach in den Unternehmen aus, die mit der Herstellung von Schmierstoffen und anderen Spezialölen befasst sind. Diese profitieren von der zunehmenden weltweiten Nachfrage nach hochwertigen Mineralölprodukten und der stabilen Industriekonjunktur in Deutschland.