Tag der Befreiung
IG BCE will Feiertag am 8. Mai

Die IG BCE setzt sich gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) dafür ein, dass der 8. Mai ein nationaler Feiertag wird. Das hat der geschäftsführende Hauptvorstand der IG BCE in seinem Aufruf zum 8. Mai gefordert. 

Tag der Befreiung
Foto: © picture alliance/ullstein bild

Der 8. Mai ist ein wichtiger Tag der deutschen und europäischen Geschichte. 2020 jährt sich der Tag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus, das Ende des Zweiten Weltkriegs, zum 75. Mal.  Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) setzt sich gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) dafür ein, dass der 8. Mai ein nationaler Feiertag wird. Das hat der geschäftsführende Hauptvorstand der IG BCE in seinem Aufruf zum 8. Mai gefordert. 

Denn das wäre ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus und Rassismus - und für das Gedenken an die über 60 Millionen Toten des Krieges: „Der 8. Mai ist ein Tag, an dem wir die Erinnerung wach rufen an das, was wir nach dem Krieg geschworen haben und uns bis heute Verpflichtung ist: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

Die Zerstörung der Demokratie durch den Nationalsozialismus mahne uns, dass Demokratie wehrhaft und lebendig sein und bleiben müsse. Das Schwinden eines demokratischen Konsenses jedoch erscheine heute näher als in vielen Jahren zuvor. „Wir erleben wieder einen rechten Populismus, der unsere Demokratie von innen heraus zu zerstören versucht", heißt es in der Erklärung. „Auch vor Gewalt schrecken diese Kräfte nicht zurück. Dies haben die schrecklichen Anschläge von Halle und Hanau gezeigt, wo im Kugelhagel auch ein junger Gewerkschafter aus unserer Mitte ermordet wurde. Nach diesen Attentaten müssen und werden wir umso wachsamer sein und für eine lebendige Demokratie streiten", so der geschäftsführende Hauptvorstand der IG BCE. 

Eines habe sich in den vergangenen 75 Jahren und im Scheitern der Weimarer Republik gezeigt: Ein sozial gerechtes Wirtschaftssystem, ein sozialer Arbeitsmarkt entstehen nicht von selbst, sondern müssen gegen Widerstände erstritten und gestaltet werden. „Demokratie, Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte sind tief miteinander verwoben. Das eine braucht das andere, um Stabilität und Sicherheit für alle Mitglieder der Gesellschaft zu erreichen“, betonen die IG-BCE-Vorstandsmitglieder. Die Triebkräfte des Marktes dürften politische Institutionen und öffentliche Güter nicht untergraben: „Die Bedeutung eines leistungsfähigen Sozialstaates, eines handlungsfähigen Staates und einer guten öffentlichen Grundversorgung zeigt die Corona-Epidemie gerade noch einmal deutlich auf.“
 

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