IGBCE Laufteam München für einen guten Zweck am Start

Hope and Possibilities Run 2023

Es hat im IGBCE Bezirk München mittlerweile Tradition, dass sich Ehrenamtliche und Hauptamtliche Gewerkschafter*innen einmal im Jahr aktiv am Hope and Possibilities Run beteiligen. Dieser Benefizlauf für Schwerbehinderte findet jedes Jahr im Ostpark in München statt und ist ein großartiges Erlebnis und eine besondere Zusammenkunft zwischen Mitmenschen mit und ohne Handicap. 

Auch in diesem Jahr war der IGBCE Bezirk München wieder als Sponsor und mit einem aktiven Laufteam mit dabei. Bei enorm heißen Temperaturen starteten insgesamt 15 Läufer*innen der IGBCE, darunter SBV Vertreter, Javis und Betriebsräte), um bei 5km und 10km Läufen mit dabei zu sein. Das besondere am Inklusionslauf ist, dass vor allem das Dabeisein zählt und die Gemeinschaft, sowie ein aufregendes Erlebnis zu gestalten, das besonders den Schwerbehinderten einen unvergesslichen Tag beschert. Hier schildern sie einige Eindrücke dieses wunderbaren Tags:

Laufteam München

Unser IGBCE Laufteam München

Foto: © IGBCE

Das war der Lauf der vielen Möglichkeiten. Sportler*innen jeden Alters, Behinderte und Nichtbehinderte, gingen an den Start.

Wir trafen Hedwig im Rollstuhl und Blinde mit gelben Führbändern. Kathi, die mit ihrem framerunner unterwegs war, hatte Tim mitgebracht, einen Jugendlichen, den sie trainiert, ebenfalls im framerunner. Die Stimmung war einfach klasse, denn alle die, da waren, egal ob als Teilnehmende oder zum Anfeuern, waren erfüllt von der Idee, dass Behinderte und Nicht-Behinderte zusammen Spaß haben und Sport machen.

Drei Studentinnen, Imka, Selma und Helen waren extra aus Würzburg angereist. Sie waren durch den elektronischen Flyer auf den Lauf aufmerksam geworden und fanden die Idee so gut, dass sie überlegen, in Würzburg eine Achilles-Gruppe zu gründen. Laurie konnte elf Arbeitskolleg*innen gewinnen, mitzulaufen. Der Chef hat die Startgebühr gezahlt. Und Karen und Kevin aus New York hatten ihre Europareise um den Achilleslauf in München herum geplant und liefen natürlich mit.

Karen lief mit Laurie und mir, Franzis. Es ging gut los, doch nach dem zweiten bergauf wurde mir kurz schwarz vor Augen. Es war ein brüllend heißer Tag. Ein Schluck Wasser und dann ging es doch gut weiter. Zwei Brüder, dreizehn und neun, überholten uns am Ende der ersten Runde. Und dann war da schon bald der Zwischenstopp mit Wasser, einmal durchschnaufen und weiter gings. Irgendwie gewöhnte ich mich an die Hitze und dann lief es sich wie von selber. Mitten auf der Strecke sammelten wir Wilma ein, meine Führhündin. Charlotte und ihre Mutter, zwei Streckenposten, hatten sie in ihre Obhut genommen.

Und dann endlich das Ziel. Jemand hängte mir eine Medaille um und eine Geschenktasche der Sponsoren. Nach dem schwierigen Start war ich fast etwas verwirrt, als es plötzlich vorbei war. Mit einem alkoholfreien Radler und Obststücken saßen wir dann im Gras und erzählten von unseren Vereinen in München und New York. Die Stimmung war so gut, dass niemand nach Hause wollte. Lange standen wir noch zusammen, 13 Laufpaare und viele, die uns angefeuert hatten! Eine Mutter kam mit ihrem zehnjährigen Sohn, weil der so beeindruckt war, wie schnell wir rennen konnten. Ja, einige von uns waren wirklich schnell. Adam schrieb dazu in der Gruppe an Ann-Christin: „Dank Dir konnten wir heute richtig fliegen“.

Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle auch Alexander sagen, der als 1. Vorstand diesen Lauf zum zehnten Mal organisiert hatte! Dafür hat Ingo Brätschkus, der Moderator der Veranstaltung, ihm einen Pokal überreicht.

Es waren noch einige andere Persönlichkeiten da, die hier erwähnt werden sollten:

  • ­Diana Stachowitz, MdL, Präsidentin des Behindertensportverbandes BVS Bayern e.V., hatte den Startschuss gegeben.
  • Natalie von der Morningshow von Radio Gong 96.3 führte Interviews und hatte kräftig für den Lauf geworben.
  • Stefan Helbig, Geschäftsführer Bayern der Firma Ströer, hatte mit seiner Firma für uns einen Werbeblock an den Infoscreens der U- und S-Bahn Haltestellen geschaltet.
  • Und Oberst Zinsmeister hat uns mit sieben Soldaten in der Erste Hilfe-Station und als Streckenposten unterstützt.

Bei so viel Solidarität und Unterstützung ist es doch klar, dass es ein großartiger Tag werden musste für die 327 Läuferinnen und Läufer!