Tarifabschluss in der feinkeramischen Industrie Ost
Beschäftigte bekommen im Schnitt 6,1 Prozent mehr

Die 2400 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie Ost bekommen deutlich mehr Geld: Schon in der ersten Verhandlungsrunde hat sich die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) gestern (5. Februar) in Leipzig mit den Arbeitgebern auf ein deutliches Plus von durchschnittlich 6,1 Prozent geeinigt.

Feinkeramik
Foto: © Frank Rogner

Nach intensiven, aber kurzen Verhandlungen ordnet IG-BCE-Verhandlungsführer Bernd Stahl die Tarifeinigung ein: „Wir haben ein gutes Ergebnis erreicht: Es bedeutet eine Weiterentwicklung für die Unternehmen und gewährleistet gleichzeitig eine adäquate Beteiligung der Beschäftigten am Ergebnis.“

In einem ersten Schritt stiegen die Tarifentgelte ab dem 1. März dieses Jahres um 35 Euro monatlich. Ab dem 1. Mai 2021 gibt es ein weiteres Entgeltplus von 70 Euro monatlich. Das Urlaubsgeld wird ab dem Jahr 2021 auf 25 Euro pro Urlaubstag und ab dem Jahr 2022 auf 30 Euro pro Urlaubstag erhöht. Die Ausbildungsvergütungen werden unabhängig vom Ausbildungsjahr ab dem 1. März 2020 um 50 Euro und ab dem 1. Mai 2021 um weitere 50 Euro erhöht. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 28 Monate. 

Die feinkeramische Industrie umfasst die Sparten Porzellan, Sanitärkeramik, Fliesen und technische Keramik. Größere Betriebe sind unter anderem der Produzent von Sanitärkeramik Duravit in Meißen, die Porzellanmanufaktur Meißen, der Keramikwaren-Hersteller Villeroy & Boch in Torgau, die Firma Zahna-Fliesen bei Wittenberg oder das Unternehmen Geberit, das im Landkreis Zwickau Produkte für den Sanitärbereich anfertigt.